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Survival of the fittest im Bergischen Städtedreieck

Der Streit zwischen den Städten Remscheid, Solingen und Wuppertal um ihre jeweiligen Outlet-Pläne zeige die Schattenseite unseres Wirtschaftssystems, ist sich Jürgen Koll, Kreisvorsitzender der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) im Bergischen Land, sicher. Zwar habe der Wettbewerb in der Marktwirtschaft durchaus seine Vorteile und Berechtigung. Hier werde aber egoistisch für den erhofften eigenen Vorteil auf Kosten der jeweils anderen Stadt gekämpft – und das, obwohl absehbar sei, dass drei Outlet-Center zu viel für die Region seien. „Das ist 'survival of the fittest' in Reinkultur. Ein faires Miteinander sieht anders aus.“, sagt Axel Schmitz, Mitglied im Kreisvorstand der ÖDP. Die Verantwortlichen sollten sich dringend zusammen setzen und zu einer einvernehmlichen Lösung gelangen. Lange und teure Rechtsstreitigkeiten dienten niemandem. „Vielleicht täten auch etwas mehr Bescheidenheit und weniger Großmannssucht gut. Eine Verkleinerung der geplanten Verkaufsfläche in Remscheid und Wuppertal könnten ein Ansatz sein.“, meint Koll. In Wuppertal kamen zunächst die Rathausgalerie, dann die City Arkaden, jetzt das neue FOC – und dann? „Es werden immer neue Einkaufs-Tempel errichtet, die eine Zeit lang alle faszinieren. Dann aber kommt der nächste Hype und die 'alten' Center geraten in Schwierigkeiten. Es muss scheinbar immer etwas Neues sein.“, kritisiert Koll. Gerade Wuppertal sollte eher darauf bedacht sein, dass die Baukosten und die geplante Bauzeit beim Prestigeprojekt Döppersberg eingehalten würden. „Langsam aber sicher merken immer mehr Menschen, dass das Mantra des schneller, höher, weiter unserer Gesellschaft angesichts begrenzter und endlicher Ressourcen nicht zukunftsfähig ist. Ein Kuchen kann nur einmal verteilt werden. Das sollte sich auch bis in die Lokalpolitik rumgesprochen haben.“


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