Rettet die Sparkasse Wuppertal den Einzelhandel?

Die Begründung für die drastische Gebührenerhöhung ist fragwürdig!

Dass die Sparkasse Wuppertal die Stadt unterstützt, ist positiv hervorzuheben. Dass sie nun auch den Wuppertaler Handel unterstützen will, ist ebenfalls löblich. Dass sie u.a. mit diesem Motiv die neuen Kontomodelle, die eine erhebliche Erhöhung der Gebühren darstellen, zu erklären versucht, ist aber nicht nachvollziehbar. Über Cashback-Gutschriften beim Einkauf mit der Sparkassenkarte oder besondere Angebote in der Online-TreueWelt der Sparkasse Wuppertal sollen die höheren Gebühren ausgeglichen werden. Neben einer unbekannten Anzahl lokaler Händler sollen aber auch 500 bekannte Online-Händler der TreueWelt angeschlossen sein. Sind die alle in Wuppertal ansässig? Wohl kaum! Wuppertaler Geld wird also nicht unbedingt in Wuppertal bleiben. Bis Ende 2016 sollen 200 Wuppertaler Händler dem System angeschlossen sein. Als Wuppertaler wird man es also in nächster Zeit noch schwer haben, die höheren Gebühren durch seinen Konsum in Wuppertal mit „Cashback“ zu kompensieren. Dafür wird aber vor allem ältere Kunden die Erhöhung der Gebühren stark treffen. Diese nutzen sowohl das Online-Banking als auch den Online-Handel seltener. Und auch wer kein Fan von Rabattkarten ist oder immer noch das Bargeld zu schätzen weiß, wird über die Entwicklung nicht erfreut sein. Die Politik und die Sparkasse sollten daher die Preispolitik noch einmal überdenken.

Jürgen Koll


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