Mensch vor Wirtschaft!

In Wuppertal fordern die Langerfelder Bezirksvertreter längere Öffnungszeiten für die städtischen Kindertagesstätten, da die derzeitigen Öffnungszeiten nicht mehr den Notwendigkeiten berufstätiger Eltern entsprächen. So weit, so nachvollziehbar – oder auch nicht. Der Gedanke an einen nachhaltigen, an den Belastungsgrenzen der Umwelt orientierten Lebensstils ist in unserer Gesellschaft ein allgemein anerkannter, wenn auch seine Umsetzung in die Praxis zu wünschen übrig lässt. Viele spüren aber, dass unser Lebensstil der Umwelt und damit uns selbst auf Dauer nicht guttut. Eine gesunde, umweltverträgliche Ernährung, Energiesparen usw. sind daher Themen, die durchaus im Bewusstsein vieler Menschen verankert sind. Wenn es aber um die Familie, die kleinste Einheit der Gesellschaft, und was ihr guttut geht, sieht es anders aus. Verlangt das allseits angestrebte Wirtschaftswachstum oder die globalisierten Märkte zunehmende Flexibilität, hat sich der Mensch, die Familie, die Gesellschaft daran anzupassen. Keine Frage: Arbeit und Wirtschaft sind wichtig. Aber sollten wir nicht mehr danach fragen, was für den Menschen, die Familie und die Gesellschaft, also für unser Zusammenleben gut ist. Sollte die Wirtschaft nicht den Menschen dienen statt umgekehrt?

Jürgen Koll


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