17.07.2017

Geld oder Leben!

Stolz ist keine Tugend… aber derzeit bin ich wirklich stolz auf die Partei, der ich angehöre: Auf Initiative der Münchner ÖDP wurden in der bayerischen Landeshauptstadt bisher über 40 000 Unterschriften für die Abschaltung eines großen Kohleheizkraftwerks gesammelt. Es wird daher in absehbarer Zeit zu einem Bürgerentscheid kommen, der weit über München hinaus wirksam werden wird.  Die Frage wird lauten: Geld oder Leben? Denn die Gegenargumente einer großen Pro-Kohle-Koalition aus SPD, CSU und Grünen laufen letztlich darauf hinaus, dass die Betreibergesellschaft jährlich 12 Millionen Euro verlieren würde, falls der größte Klimakiller der bayerischen Metropole vorzeitig abgeschaltet werden müsste. Es wird sich also in München bald die große Frage unserer Zeit stellen: Was ist wichtiger – kurzfristige materielle Vorteile oder verantwortliche Vorsorge und Achtung nichtmaterieller Werte?

Diese große Frage stellt sich in unterschiedlicher Form an vielen Stellen und bei vielen Gelegenheiten: Ob bei Geschäften mit Menschenrechtsverächtern, beim internationalen Waffenhandel, bei der Erschließung und Ausbeutung von Rohstofflagern in bisher unberührten Lebensräumen oder eben beim Dulden einer gigantischen Schadstoffquelle wie einem Kohlekraftwerk. Es geht immer um die gleiche Frage: Sind wir bereit, auf materielle Vorteile zu verzichten, um die Lebensgrundlagen zu schonen?


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